Der kleine Häwelmann

Der kleine Häwelmann

Ein fantasievolles Papiertheaterstück.
Die Geschichte vom kleinen Häwelmann nach Theodor Storm zeigt die BühneBumm als Spiel im Spiel. Die beiden Schauspielerinnen tauschen im steten Wandel der Geschichte ihre Rollen und ermalen sich die Reise des Häwelmanns. Alles kann alles sein in einem offenen Raum aus Papier und Farbe, so wie es das spontane Spiel verlangt.

Es ist Nacht, doch der kleine Häwelmann kann nicht schlafen. In der Unruhe kommt ihm eine rettende Idee: Sein Nachthemd kurzerhand zum Segel umfunktioniert, wird sein Rollbett schnell zum fahrenden Boot. Luft in das Nachthemd-Segel pustend segelt der kleine Häwelmann durchs nächtliche Schlafzimmer und in die Welt hinaus. Aber so ganz ohne jedes staunende Publikum macht das Ganze nur halb so viel Vergnügen! Begleitet vom Mond segelt er auf der Suche nach Bewunderern durch Stadt und Wald und sogar bis zu den Sternen. Doch die aufgehende Sonne bereitet dem Höhenflug ein jähes Ende. Sie schmeißt ihn kurzerhand ins Meer. Nicht auszudenken, was ihm da passiert wäre, wenn wir nicht ins Geschehen eingegriffen und den schiffbrüchigen Häwelmann aus dem Wasser gezogen hätten.

Team

Regie
Thomas Esser
Spiel
Katrin Sagener & Judith Mauch
Text
Gero Pflaum
Musik / Komposition
Peter Imig
Bühne
Dagmar Rauwald
Kostüm
Sonja Zander
Assistenz
Hanna Wöhrl

Aufführungsbedingungen

Stromanschluss
220 V / 16 A
Bühnenmaße
mind. 5 m breit / 4 m tief / 2,7 m hoch
Spieldauer
ca. 45 Minuten

Idee

Frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Theodor Storm.
(c) Lappan Verlag / Neuausgabe des Originals aus dem Jahre 1926.

Cover Der kleine Häwelmann

Pressestimmen

Nun ist es so, dass Theodor Storms Geschichte schön zu lesen, aber nicht leicht zu spielen ist. Sie ist nicht sonderlich dramatisch, sie lebt von ihrer sanften Phantastik. Aber die entfaltet sich bei der BühneBumm ebenso originell wie poetisch. Also, was tut die BühneBumm? Sie bleibt sich treu und spielt ein Spiel übers Spielen. Judith Mauch und Katrin Sagener spielen mit dem, was es in der Malecke halt so gibt: Wachsmalkreiden, Papierbahnen, Tische und viel Phantasie.

Und noch etwas veranschaulicht Bewegung, abstrakt, aber energisch: Kräftig kreist Katrin Sagener mit ihren Wachsmalkreiden in Gelb und Rot auf dem Papier herum. kreist und kreist. Und am Ende ist es: das Bild der Sonne.

Was für ein Moment, als genau dieses Bild aus der Kulisse emporsteigt. Was für ein königlicher Sonnenaufgang. Bald darauf ist der Ausreißer auch wieder daheim.

Fränkische Landeszeitung, 3. Juli 2013, Thomas Wirth